SandvikS AS - Verhaltenskodex

I – EINLEITUNG

Bei allen von SANDVIKS AS durchgeführten Geschäften verpflichten wir uns, die Verantwortung hinsichtlich der sozialen und umweltbezogenen Aspekte unserer Handlungen auf der ganzen Welt zu tragen. Wir haben gegenüber all jenen, die unsere Produkte kaufen oder an der Herstellung und dem Vertrieb unserer Produkte beteiligt sind, eine Verantwortung.

Dieser Verhaltenskodex von SANDVIKS AS ist so formuliert, dass diese Position sowohl für unsere Lieferanten, unsere eigenen Mitarbeiter als auch für jeden anderen Partner klar und deutlich ist. Der Verhaltenskodex ist eine nicht-verhandelbare Anforderung, die wir an all unsere Lieferanten und deren Subunternehmer stellen. Die meisten der darin formulierten Anforderungen basieren auf internationalen Konventionen und Empfehlungen, oder etablierten internationalen Gesetzen.

Unsere Absicht mit dem SANDVIKS AS Verhaltenskodex besteht darin, zusammen mit unseren Lieferanten soziale und umweltbezogene Standards zu entwickeln und nicht etwa Geschäftsbeziehungen wegen der Nichterfüllung des Verhaltenskodex aufzukündigen.

Sämtliche Lieferanten von SANDVIKS AS müssen den Verhaltenskodex bei all ihren Aktivitäten anwenden. Sollte eine unserer Anforderungen geringer ausfallen, als die der nationalen Gesetze des jeweiligen Landes oder Territoriums, so sind letztere anzuwenden.

„Lieferant“ bezeichnet den Vertragspartner, der für das von SANDVIKS AS bezogene Produkt, Verfahren oder die von SANDVIKS AS bezogenen Dienstleistungen verantwortlich ist.

„Subunternehmer“ bezeichnet ein Unternehmen in der Lieferkette, dass den Lieferanten direkt oder indirekt mit Waren und/oder Dienstleistungen beliefert, die einen integralen Bestandteil bei der Herstellung der Waren und/oder Dienstleistungen des Lieferanten bilden.

II - SANDVIKS AS UND ANFORDERUNGEN AN LIEFERANTEN

Die Geschäftsbeziehungen zwischen SANDVIKS AS und seinen Lieferanten basieren auf gegenseitigem Respekt und alle Parteien sollten miteinander während des Übergangs produktiv und konstruktiv kommunizieren.

Anforderungen von SANDVIKS AS

Unsere Zielsetzung besteht darin, sowohl innerhalb unseres Unternehmens als auch in Bezug auf unsere Geschäftspartner einen positiven Einfluss auf die Einstellung gegenüber Menschen- und Arbeitsrechten auszuüben.

Bevorzugung von Herstellern und Herstellungsländern

SANDVIKS AS wird bei der Auswahl von Lieferanten neben Wettbewerbsaspekten auch soziale Kriterien berücksichtigen. Die Erfüllung sozialer Kriterien gilt als Wettbewerbsvorteil und wird bei der Auswahl von Lieferanten und Händlern berücksichtigt.

Boykott einzelner Länder

SANDVIKS AS wird es vermeiden, Waren und Leistungen aus Ländern zu beziehen, hinsichtlich derer international Konsens über einen Boykott aufgrund der Menschenrechtslage des jeweiligen Landes herrscht.

Korruption und Bestechung

SANDVIKS AS wird, einschließlich all seiner Mitarbeiter Bestechung in keiner Form akzeptieren, gleich ob es sich um angebotene oder angenommene Bestechung handelt. Dies umfasst auch Kickbacks in Bezug auf einen Teil einer vertraglichen Zahlung oder die Nutzung anderer Routen oder Kanäle zur Erbringung unlauterer Vorzüge für Kunden, Vertreter, Auftragnehmer, Lieferanten oder Mitarbeiter einer Partei oder von Regierungsvertretern.

Kontinuierliche Bewertung und Verbesserung der internen Richtlinien und Handelsweisen von SANDVIKS AS

SANDVIKS AS wird seine Richtlinien und Handelsweisen kontinuierlich bewerten und, so zutreffend, verbessern, um Lieferanten und deren Subunternehmern die Erfüllung der Anforderungen dieses Verhaltenskodex zu erleichtern.

III – Verhaltenskodex

1. Kinderarbeit

Definiert als jedwede Arbeit die von einer Person durchgeführt wird, die jünger als 15 ist, so von der lokalen Gesetzgebung nicht ein höheres Alter zum Arbeiten oder für Schulpflicht vorgegeben ist. In diesem Fall gilt das höhere Alter. Ein junger Arbeitnehmer ist ein Arbeitnehmer, der älter ist als ein Kind aber das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. In Übereinstimmung mit der UN-Konvention hinsichtlich der Rechte von Kindern und den ILO Core Conventions Nr. 138 und 182 wird von SANDVIKS AS die Beschäftigung von Kindern unter 15 (oder unter dem anwendbaren Mindestalter, wobei das jeweils höhere gilt) nicht tolerieren. Junge Arbeitnehmer (15-18) sind nicht für Tätigkeiten einzusetzen, bei denen ihre Gesundheit oder Sicherheit gefährdet werden. Die Neueinstellung von Kinderarbeitskräften, die nicht den vorstehenden Konventionen entspricht, wird nicht akzeptiert. Findet derartige Kinderarbeit bereits statt, sind Maßnahmen für die stufenweise Abschaffung der Kinderarbeit einzuleiten.

2. Zwangsarbeit

Gemäß den ILO Core Conventions Nr. 29 und 105, wird der Einsatz von Sklaven, angeketteten oder illegalen Arbeitskräften oder Gefangenen in der Produktion von Waren für SANDVIKS AS nicht toleriert. Die Vertragsbedingungen müssen den Arbeitskräften vollständig mitgeteilt und von diesen verstanden werden. Es muss den Arbeitskräften freistehen, den Arbeitgeber nach angemessener Kündigungsfrist zu verlassen. Es darf von den Arbeitskräften nicht verlangt werden, beim Arbeitgeber oder einer anderen im Auftrag des Arbeitgebers handelnden Institution ein Pfand, die original Ausweispapiere oder die Arbeitsgenehmigung zu hinterlegen. Bei Einsatz von Vermittlungsagenturen sind sämtliche Provisionen und anderen Gebühren in Zusammenhang mit der Beschäftigung durch den Arbeitgeber zu tragen.

3. Disziplinarische Maßnahmen

Der Lieferant darf körperlichen, sexuellen, psychologischen oder verbalen Missbrauch oder Belästigung dieser Art weder ausüben noch unterstützen. Jeder Arbeitnehmer ist mit Respekt und Würde zu behandeln.

4. Diskriminierung

4.1
Der Lieferant darf Diskriminierung, vor allem in Bezug auf Einstellung, Bezahlung, Zugang zu Schulungen, Beförderung, Kündigung oder Pensionierung
weder im Hinblick auf Rasse, Kastenzugehörigkeit, nationale Herkunft, Religion, Behinderung, Geschlecht, Sexualität, Mitgliedschaft in einem Verband oder politische Zugehörigkeit betreiben.

4.2
Der Lieferant darf seine Mitarbeiter nicht in ihren Rechten bestimmte Lehren oder Praktiken zu befolgen einschränken, und auch nicht darin, bestimmte Bedürfnisse in Zusammenhang mit Rasse, Kastenzugehörigkeit, nationale Herkunft, Religion, Behinderung, Gesundheitszustand oder Familienstand, Geschlecht, sexueller Orientierung, Mitgliedschaft in einem Verband oder politischer Zugehörigkeit zu erfüllen.

4.3
Der Lieferant darf kein Verhalten gestatten, das sexueller Belästigung, Bedrohung, Misshandlung oder Ausnutzung gleich kommt. Dies umfasst auch Gesten, Worte oder physischen Kontakt.

4.4
Weiblichen Mitarbeitern muss sowohl vor als auch nach der Geburt Mutterschaftsurlaub gewährt
werden. Mitarbeiterinnen dürfen nicht aufgrund von Schwangerschaft entlassen werden. Schwangere Mitarbeiterinnen dürfen nicht an Arbeitsplätzen eingesetzt werden, die sich negativ auf ihre Gesundheit auswirken könnten.

5. Bezahlung

5.1
Mitarbeitern steht ein schriftlicher Arbeitsvertrag zu, der zumindest die folgenden Punkte regelt: Arbeitsbeginn, Arbeitszeiten, Bezahlung, Urlaubsansprüche, Kündigungsschutz, Mutterschutz.

5.2
Der Lieferant hat sicherzustellen, dass der für eine normale Arbeitswoche gezahlte Lohn
wenigstens der nationalen Gesetzgebung oder dem geltenden Branchenstandard entspricht (wobei der jeweils höhere Wert gilt).

5.3
Der Lieferant hat sicherzustellen, dass seine Mitarbeiter keine Lohnabzüge aus disziplinarischen Gründen erhalten und dass die Zusammensetzung von Lohn und Sozialleistungen für die Mitarbeiter regelmäßig und detailliert aufgeschlüsselt wird. Der Lieferant hat auch sicherzustellen, dass sich Lohn und Sozialleistungen in voller Übereinstimmung mit den einschlägigen gesetzlichen Regelungen befinden und entweder bar oder per Scheck in einer für die Mitarbeiter geeigneten Art und Weise ausbezahlt werden.

5.4
Der Lieferant hat sicherzustellen, dass keine „Nur-Arbeitskraft-Verträge“ und betrügerischen Lehrlingsanstellungen geschlossen werden, um zu versuchen die Verpflichtungen des Lieferanten gegenüber seinen Mitarbeitern gemäß der einschlägigen gesetzlichen Regelungen im Hinblick auf Arbeits- und Sozialgesetze und –regelungen zu umgehen. Lehrlingsanstellungen haben im Hinblick auch Dauer und Ausbildungsumfang schriftlich zu erfolgen und eindeutig geregelt zu sein.

6. Arbeitsstunden

Der Lieferant hat die einschlägigen Gesetze sowie die Branchenstandards in Bezug auf Arbeitsstunden gemäß SA800 zu beachten und Arbeitskräften ist mindestens ein freier Tag während jedes sieben-Tage-Zeitraums zu gewähren.

7. Recht auf Mitgliedschaft in einem Verband & Recht auf kollektive Verhandlungen

7.1
Gemäß der ILO Core Conventions Nr. 87 und Nr. 98 hat der Lieferant das Recht seiner Mitarbeiter zur Bildung an und zum Beitritt bei Verbänden ihrer Wahl sowie ihr Recht auf das kollektive Führen von Verhandlungen zu respektieren.

7.2
Der Lieferant hat in Situationen, in welchen das Recht auf Mitgliedschaft in einem Verband und auf kollektive Verhandlungen gesetzlich beschränkt ist, parallele Möglichkeiten zur unabhängigen und freien Verbandsbildung und kollektiven Verhandlung für sämtliche betroffenen Mitarbeiter zu erleichtern.

7.3
Der Lieferant muss sicherstellen, dass Vertreter solcher Mitarbeiter nicht Opfer von Diskriminierung werden und ihre Mitglieder an deren Arbeitsplatz erreichen können.

8. Gesundheit und Sicherheit

8.1
Der Lieferant muss, unter Berücksichtigung der allgemeinen Kenntnisse der Branche und etwaiger spezifischer Gefahren, für eine sichere, saubere und gesundheitlich einwandfreie Arbeitsumgebung sorgen und adäquate Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen und Verletzungen treffen, die aus oder in Zusammenhang mit der Arbeit entstehen, indem er die der Arbeitsumgebung innewohnenden Gefahrenquellen minimiert.

8.2
Der Lieferant hat einen Vertreter des leitenden Managements zum Verantwortlichen für die Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeiter zu bestellen, der für die Umsetzung der Gesundheits- und Sicherheitselemente dieses Standards verantwortlich ist.

8.3
Der Lieferant hat sicherzustellen, dass sämtliche Mitarbeiter an regulären und dokumentierten Schulungen im Hinblick auf Gesundheit und Sicherheit teilnehmen, und dass solche Schulungen für neue und neu zugewiesene Mitarbeiter wiederholt werden.

8.4
Der Lieferant hat für saubere Toiletten, Zugang zu sauberem Trinkwasser und, falls zutreffend, sanitäre Einrichtungen zur Lebensmittelaufbewahrung zu sorgen, die für alle Mitarbeiter zugänglich sind.

8.5
Der Lieferant hat dafür Sorge zu tragen, dass Schlafräume, so diese für das Personal gestellt werden, sauber und sicher sind und die Grundbedürfnisse der Mitarbeiter erfüllen.

9. Umweltschutz

9.1
Der Lieferant muss die einschlägigen nationalen und internationalen Gesetze und Bestimmungen befolgen.

9.2
Der Lieferant hat seine Geschäfte so zu führen, dass natürliche Ressourcen so effizient wie möglich genutzt werden.

9.3
Gefährliche Substanzen sind, wo immer möglich, nur eingeschränkt zu gebrauchen. Sie dürfen nur unter richtiger Anwendung verwendet werden und unter der Voraussetzung, dass der Umwelt durch ihren Einsatz kein Schaden entsteht.

9.4
Die umweltverträgliche Entsorgung von Müll und Containern muss zugesichert und auf Anforderung nachgewiesen werden. Sämtlicher Müll, der bei der Produktion entsteht, muss korrekt entsorgt werden.

10. Managementsystem

10.1
Der Lieferant hat positive Maßnahmen zur Umsetzung der Anforderungen dieses Standards einzusetzen, sowie dafür, dass der Standard in alle betrieblichen Abläufe integriert wird. Außerdem hat der Lieferant den Standard zu einem integralen Bestandteil seiner Gesamtphilosophie zu machen.

10.2
Der Lieferant hat die Verantwortung hinsichtlich sämtlicher mit diesem Verhaltenskodex in Zusammenhang stehender Angelegenheiten einem Manager seines Unternehmens zu übertragen.

10.3
Das oberste Management des Lieferanten hat die Umsetzung der Anforderungen dieses Standards regelmäßig zu überprüfen.

10.4
Der Lieferant übernimmt die Verantwortung für die Einhaltung der Anforderungen dieses Standards in Bezug auf sämtliche Mitarbeiter und von ihm beaufsichtigten Arbeitskräfte und verpflichtet sich:

a – die Verantwortung für die Umsetzung dieses Standards an jedem der von ihm geführten oder kontrollierten Standorte einem Mitarbeiter zu übertragen.

b – sicherzustellen, dass Mitarbeiter und Arbeitskräfte den Standard kennen, indem ihnen sein Inhalt in einer von ihnen verstandenen Sprache kommuniziert wird.

c – von der Disziplinierung, Entlassung oder anderweitigen Disziplinierung von Mitarbeitern abzusehen, die Informationen hinsichtlich der Einhaltung dieses Standards weitergeben.

10.5
Der Lieferant hat zum Zweck des Nachweises der Einhaltung der Anforderungen dieses Standards geeignete Unterlagen zu unterhalten und muss in der Lage sein, von
SANDVIKS AS autorisierten Parteien, welche die Einhaltung verifizieren wollen, Zugang zu diesen Unterlagen zu gewähren und angemessene Informationen vorzulegen.

10.6
Der Lieferant wird die Einhaltung dieses Verhaltenskodex’ zu einer Bedingung sämtlicher Verträge machen, die er mit seinen Subunternehmern abschließt. Diese Verträge müssen die Subunternehmer dazu verpflichten, ihrerseits sämtliche Anforderungen des Standards zu erfüllen und sich auf Wunsch an den Überwachungsaktivitäten des Lieferanten zu beteiligen.

10.7
Bei Einsatz von Vertretern, verschiedenen Fabriken oder Lieferanten, die über Subunternehmer verfügen, müssen alle Vorgänge hinsichtlich des Herstellungsorts der hergestellten und an
SANDVIKS AS gelieferten Produkte nachvollziehbar sein. Die Beauftragung von Subunternehmern bedarf vor der Produktion der Genehmigung durch SANDVIKS AS.

IV – Überprüfung und Überwachung

Um die Einhaltung dieses Verhaltenkodex beurteilen zu können, wird SANDVIKS AS Prüfungen entweder durch eigenes Personal oder durch autorisierte Dritte durchführen lassen. Wir behalten uns das Recht vor, die Einhaltung dieses Verhaltenskodex durch systematische, unangekündigte Kontrollbesuche von SANDVIKS AS Mitarbeitern oder unabhängigen Prüfern zu überwachen.

V – Korrekturmaßnahmen und Nichteinhaltung

Der Verhaltenskodex von SANDVIKS AS gibt den Standard vor, den wir von all unseren Lieferanten und Partnern während des Geschäftsbetriebs und der Herstellung erwarten. Wir sind uns darüber im Klaren, dass nicht all diese Erwartungen umgehend erfüllt werden können, aber hinsichtlich offener Punkte und Nichteinhaltungen hat der jeweilige Lieferant Korrekturmaßnahmen zu ergreifen. Kommt es zu wiederholten Verstößen, ohne dass sich der Lieferant bemüht, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, betrachten wir vom SANDVIKS AS Management es als unsere Pflicht, unsere Zusammenarbeit mit solchen Lieferanten zu beenden.

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