Die soziale Entwicklung

Die soziale Entwicklung

Alle Eltern wünschen sich, dass ihr Kind zu einer glücklichen und selbstbewussten Person heranwächst. Es soll sich Selbstständigkeit zutrauen und seinen Platz in der Gesellschaft finden. Wächst das Kind in einer Umgebung auf, die von Wärme und Geborgenheit geprägt ist, ist es bereit, neue Situationen zu meistern.

Angeborene soziale Fähigkeiten
Gleich nach der Geburt beginnt das Kind, mithilfe seiner Sinne die nähere Umgebung wahrzunehmen. Wenn Sie das Kind hochheben, mit ihm schmusen und spielen, lernen Sie sich gegenseitig kennen. Die meisten Kinder suchen aktiven Kontakt mit der Umwelt. Indem man den Bedürfnissen des Kindes mit Liebe begegnet, wird die Basis für eine gute Beziehung zwischen Kind und Eltern geschaffen - eine Beziehung, die auf gegenseitiges Vertrauen aufbaut.
 
Selbstwahrnehmung
Die Selbstwahrnehmung des Kindes wird durch die Beziehung zu Erwachsenen geschaffen. Wenn Sie auf die Signale und Bedürfnisse des Kindes reagieren, zeigen Sie ihm, dass es eine eigene Persönlichkeit ist. Es ist jemand, den Sie respektieren und achten. Die Eltern bilden den Fixpunkt im Dasein des Kindes. Das Kind lernt, seine Eltern und grössere Kinder nachzuahmen. Deshalb ist es wichtig, ein gutes Vorbild zu sein. Eigenschaften wie Gewissen und Moral sind nicht angeboren und werden so durch Ihr Verhalten gelernt.
 
Selbstständigkeit
Feste Gewohnheiten geben einem Kind Geborgenheit. Wird der Alltag von gewohnten Abläufen geprägt, weiss das Kind, was es erwartet. Unsicherheiten und Ängste können abgebaut werden.
 
Kleine Babys zeigen gegenüber fremden Personen keine Berührungsängste. Mit ungefähr 6 Monaten beginnt das Kind aber Misstrauen und manchmal Ängste gegenüber fremden Personen zu entwickeln. Es möchte gerne die Eltern an seiner Seite wissen, damit es sich fremden Personen zu nähern wagt. Nach einer gewissen Zeit werden diese Ängste abgebaut und es fällt dem Kind zunehmend leichter, Kontakt zu Dritten aufzunehmen.
 
Zwischen 7 und 8 Monaten beginnt eine Phase, in der viele Kinder Angst haben, alleine gelassen zu werden. Das Kind weint, wenn Sie gehen - es versteht nicht, dass Sie bald wieder zurückkommen. Versuchen Sie während dieser Phase zu vermeiden, dass Sie längere Zeit von Ihrem Kind weggehen. Wenn das Kind zu krabbeln beginnt oder bereits seine ersten Schritte macht, möchte es auf kleine Entdeckungsreisen gehen. Lassen Sie das Kind am Anfang nicht unbeaufsichtigt.
 
Die Freude, Neues zu entdecken, ist gross, und das Kind bewegt sich immer weiter von den Eltern fort. Diese bilden einen sicheren Hafen, zu dem das Kind zurückkehrt, wenn es Liebe und Geborgenheit braucht.
 
Gegen Ende des 1. bis zu Beginn des 2. Lebensjahres beginnt das Kind einen eigenen Willen zu entwickeln. Es will zunehmend selbst bestimmen und handeln. Es testet, wie weit es gehen kann, bis es mit seinem Verhalten an Grenzen stösst. Dieser Prozess ist für das Erlangen der Selbstständigkeit sehr wichtig. Versuchen Sie klare und vernünftige Grenzen zu setzen und konsequent zu bleiben. Nehmen Sie dabei aber auf die verschiedenen Entwicklungsschritte des Kindes Rücksicht.
 
Wenn das Kind in das Trotzalter kommt, kann es hilfreich sein, daran zu denken, dass dies Teil des Entwicklungsprozesses ist und nicht ein Zeichen schlechter Erziehung. Es ist wichtig, dass man dem Kind aktiv zeigt, dass man es gern hat und wie es seine Gefühle ausdrücken soll.

 

Kameradschaft
Je älter das Kind wird, desto deutlicher zeigt sich seine Persönlichkeit. Das Kind findet bald seinen Platz in der Familie und nimmt meist mit Lust und Freude am Familienleben teil. Es ist wichtig, dass das Kind an alltäglichen Beschäftigungen teilhaben kann.

Muntern Sie Ihr Kind auf und loben Sie es für seine "Hilfe". Das stärkt das Selbstvertrauen und das Kind lernt, dass es lustig ist, wenn man Sachen gemeinsam machen kann. Durch scheinbar unwesentliche Alltagssituationen lernt das Kind oftmals, sich gegenüber der Umwelt richtig zu verhalten.

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